Ritter des Heiligen Lazarus zu Jerusalem






Hier geht es zum Hilfskorps
HSLD-Logo























Letzte News


20 * C + M + B * 12

Neujahrstreffen Bergisch-Land


Meine 45 Tage in der Demokratischen Republik Kongo

als freiwilliger Helfer in Afrika


auf dem Weg

ordenseigener Lkw aus Iasi zurück
 


Hochamt

der Gelübdetag in Ersingen
 


Namenstage heute,

hier könnten Sie die Heiligen für heute aufrufen,
wenn Sie in Ihrem Browser Java-Script aktiviert hätten.







Verwaltung


























Aktuelles

 

Meine 45 Tage in der Demokratischen Republik Kongo

Veröffentlicht von Klaus-Michael Lohe (kml) am 03.10.2011
Aktuelles >>

 

ein Bericht von Robin Kreutel

Nach Abschluss der Schulzeit zieht es viele Abiturienten in ferne Länder: Australien, USA oder auch Neuseeland sind beliebte Ziele, um zu arbeiten, einen Austausch zu organisieren oder einfach nur Urlaub zu machen. Um die freie Zeit zwischen Schulschluss und angehendem Studium zu nutzen, sollte es für mich etwas anderes sein: eines der Entwicklungsländer Afrikas. Als Ersinger fällt einem da spontan die DR Kongo ein. Laut Human Development Index 2010 das Land mit dem zweitniedrigsten Entwicklungsstand der Welt. Über Pfarrer Kuhn wurde die Verbindung zur Kongregation der Guanellianer hergestellt, die sich in Kinshasa, der Hauptstadt der DR Kongo, in der Organisation O.S.E.P.E.R. (Oeuvre de Suivi, d’Education et de Protection des Enfants de la Rue) um die zahlreichen Straßenkinder in der Hauptstadt kümmern. O.S.E.P.E.R. setzt sich zuallererst zum Ziel, die Kinder wieder in die Familie zu integrieren. Scheitert dieses Vorhaben, so werden die Kinder bei der Ausbildung und beim Heranwachsen begleitet, damit sie sich später ein eigenständiges Leben aufbauen können.

Nachdem ich einige bürokratische Hürden, wie zum Beispiel die Beantragung des Visums, die Einschreibung bei der deutschen Botschaft in Kinshasa und die lange Liste an Impfungen, überwunden hatte, war ich vorbereitet. Mit vollgepackter Reiseapotheke, viel Spannung und großem Respekt wegen der beängstigenden Informationen des Auswärtigen Amtes über dieses Land, flog ich am 17.09. über Brüssel nach Kinshasa.

Vom „directeur des activités“, den ich in Deutschland schon kennengelernt hatte, wurde ich nach 5-stündiger Verspätung im Flieger am Flughafen abgeholt.

Die meiste Zeit über wohnte ich in einer Wohnung, die ich mit zwei anderen Freiwilligen aus Italien teilte und sich in einem von fünf Zentren für Straßenkinder befand. Daneben weilten die Brüder im Kloster, wo wir mittags gemeinsam aßen. Das Essen besteht hauptsächlich aus Reis, Fleisch, Fisch, Hähnchen und Gemüse aus eigenem Anbau. Natürlich kam ich nicht drum herum, die kongolesischen Spezialitäten, wie Foufou und Chikwangue, zu kosten.

Um unserer täglichen Arbeit nachzukommen, fuhren wir Freiwillige jeden Morgen mit den gewöhnungsbedürftigen Verkehrsmitteln eine kurze Strecke zum einzigen offenen Zentrum der Organisation, genannt „point d’eau“. Dort bereiteten wir Spiele mit den Kindern vor, machten sauber (direkt vor dem Zentrum verlief eine oberirdische Abflussleitung, die unsere Arbeit mit netten Düften versüßte) und teilten den Kindern mittags das Essen aus. Die Kinder kamen meistens für diese Mahlzeit und hielten sich danach wieder in der Stadt auf, um sich mit kleinen Jobs oder auf andere Art und Weise Geld zu verschaffen. Abends bot ihnen das Zentrum dann einen Schlafplatz an.

Nach unserer Arbeit hatten wir den Tag weitgehend zur freien Verfügung. Dies ermöglichte mir, mit einer Freiwilligen die Stadt Kinshasa und deren Umland zu erkunden, was zu allerlei interessanten Geschichten führte.

Gegen Ende meiner Reise besuchte ich mit Pater Jean-Léonard die Stadt Boma (400 km von Kinshasa), in der er seine Pfarrei hat. Dort steht auch das vom Lazarusorden mit aufgebaute Krankenhaus, das es neben dem alten Hafen und dem Affenbrotbaum von Henry Morton Stanley zu besichtigen galt.

Alles in allem habe ich eine schöne, weitestgehend krankheitsfreie und lehrreiche Reise erlebt. Vor allem das grenzenlose Vertrauen, die Aufgeschlossenheit und einfache Freude der Menschen hat mich sehr beeindruckt. Jeder Neuankömmling wird überaus gastfreundlich und herzlich in die Gruppe aufgenommen, was mir die 45 Tage dort wesentlich kürzer erscheinen ließ. 

 

Robin Kreutel

 

   
   

 

Zuletzt geändert am: 03.10.2011 um 14:37:39

Zurück